Grüß Göttin


An eine sichtbare, spürbare „Frau Welt“,

die konkret und in Allem ist, braucht niemand zu „glauben“.

- Heide Göttner-Abendroth -



Die Worte „Grüß Göttin“ öffnen einen seit Jahrtausenden vertrauten, spirituellen Raum und weiten unseren spirituellen Horizont. Für Sie, für die "Eine mit den tausend Gesichtern".


Sie begegnet uns hier im Salzburger Land auf Schritt und Tritt. In der Landschaft meiner Heimat ist sie allerorts präsent. Zeigt sich uns in den vielfältigen Bräuchen, die hier über die Jahrhunderte lebendig geblieben sind und liebevoll pflegen die Menschen ihre Rituale und Feste.






In den Sagen und Mythen unseres Kulturraumes erzählt Sie über sich, ihre „Wilden Frauen“, die Saligen und Truden mit ihrem schützenden Zeichen. Tanzt mit ihrem „Wilden Mann“ am Ufer der unbezähmbaren Salzach entlang, die ist wie Sie. Ihre Namen sind geblieben, drent wie auch herent der Salzach: Berchtesgaden, Schöngumprechting, Elsbethen, Hollersbach. 






Als „Frau Percht“ zieht Sie mit ihrer „Wilden Jagd“ um den Untersberg. Führt den Seelenzug hinein in ihre paradiesische Anderswelt und schenkt daraus die Kinderseelchen. Mit ihrem Almsegen „Holla-reiduliöh“ rufen ihre Sennerinnen Sie bis heute um Schutz und Segen für Vieh und Menschen an.




Noch immer lehrt Sie ihre Töchter das magische Wissen, verpackt in „drei Haselnüsse“, versteckt im „Knusper-häuschen“, verborgen im Stübchen der „dreizehnten Fee“. Aus ihren weisen Eulenaugen spricht Sie zu uns, als Bärenmutter steht Sie uns bei zu jeder Stund.




„WEISS wie Schnee, ROT wie Blut und SCHWARZ wie Ebenholz“, gewandet in ihre heiligen Farben künden die Frauen noch immer von ihrer einstigen Größe, Würde und Kraft.






Durch das magische Jahr der Erde, nun „Kirchenjahr“ genannt, führt Sie uns als „Maria“. Noch immer breitet Sie ihren schützenden Mantel über uns aus und regiert mit Sternenkranz und Schlangenkraft auf ihren heiligen Plätzen.




Als Dreifache erscheint Sie in Gestalt der „heiligen drei Madln“: Barbara, Katharina und Margarethe genannt und doch ist und bleibt Sie wie „Anna Selbdritt“ die „Eine mit den tausend Gesichtern“.





"Grüß Göttin" - Urbeil