Gertraud Klemm: 
"Abschied vom Phallozän" 

Lesung Literaturhaus Salzburg
5. Dezember 2025 

Der Showdown des Anthropozäns scheint nah: Vor der Kulisse aus Klimakrise und Kriegen droht eine Handvoll machttrunkener und skrupelloser Politiker im Verein mit rücksichtslosen Techmilliardären die Welt gegen die Wand zu fahren.


Was all diese Akteure von nie dagewesener globaler Wirkmacht gemein haben? Es sind ausnahmslos Männer. Ignoriert man diesen weißen Elefanten im Raum, hilft auch aller Aktivismus nicht, denn: Nicht der Mensch hat die Erde im Würgegriff, sondern das Patriarchat! Es zu überwinden hieße, den gröbsten globalen Problemen gebündelt entgegenzutreten.


Sklaverei, Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus schienen bis vor Kurzem noch »alternativlos«, doch sie konnten weitestgehend aufgearbeitet werden, weil sie entlarvt wurden: als Missstände, die der Spezies Mensch unwürdig sind. Warum sollte das mit dem Patriarchat nicht auch gelingen? 

Gertraud Klemm nimmt sich in ihrem leidenschaftlichen Essay matriarchale Gesellschaften aus Vergangenheit und Gegenwart zum Vorbild für ihre Ankündigung des Abschieds vom Phallozän – ein kraftvolles Gedankenspiel über matriarchale Inspiration, patriarchale Dekonstruktion und die Notwendigkeit der kolonialen Schubumkehr.

Wir zwei Österreicherinnen, vereint im Bestreben, das Wissen über matriarchale Gesellschaftsstrukturen, zu den interessierten Menschen zu bringen.

Eigentlich wollte Gertraud ja mal Künstlerin werden, dann hat doch das schriftstellerische Talent die berufliche Zukunft bestimmt.

Tomas Friedmann, Leiter des Literaturhauses Salzburg, bei seinen Begrüßungsworten und erfreut darüber, dass so viele Besucherinnen und Besucher Interesse an dieser Veranstaltung gefunden haben.

Barbara Stasta-Stadlmair vom Salzburger Literaturforum Leselampe. Sie spannt bei ihren einführenden Worten den Bogen zu "Die Frau als Mensch" von Ulli Lust, die kürzlich ebenfalls mit ihrem Buch zu Gast in Salzburg war.

"Die Frau als Mensch" von Ulli Lust hat Gertraud Klemm auf dem "Literatur für den Fall"-Blog empfohlen, obwohl sie eigentlich keine Bücher empfiehlt. Warum das so ist und wieso sie für dieses Jahrhunderbuch eine Ausnahme gemacht hat, darüber erzählt Gertraud in ihrem Blog-Beitrag "Warum ich keine Bücher empfehle".

Veronika Schuchter vom Institut für Germanistik der Universität Innsbruck moderiert die Lesung mit Gertraud Klemm im Literaturhaus Salzburg.

Gertraud Klemm mit ihrer Streitschrift, mit der sie die Thematik der matriarchalen Gesellschaften einem breiten Publikum zugänglich macht.

Im Anschluss an die ausverkaufte Lesung signierte Gertraud Klemm ihre Bücher mit künstlerischer Leidenschaft.

Eine besondere Freude ist für mich, ehemalige Teilnehmerinnen meiner Matriarchats-Lehrgänge wieder zu treffen und dabei erleben zu dürfen, wie sie die Thematik auf ihre Weise in die Welt hinaustragen.