Im Schoß der Erdmutter - Rituale in der Frauenhöhle

Im Schoß der Erdmutter

Rituale in der "Frauenhöhle" - Lamprechtshöhle im Pinzgauer Saalachtal bei St. Martin bei Lofer

"Der Kraft der Ahninnen begegnen im Schoß der Erdmutter"

Tief im Schoß der Erdmutter liegen die Wurzeln der weiblich-spirituellen Kraft. Dort, wo die Keime des neuen Lebens über den Winter genährt und beschützt werden. Viele Jahrtausende lang war dies die Aufgabe der Wildfrauen und Saligen, unserer heimischen Priesterinnen und Schamaninnen gewesen. Im Dienste von Frau Percht hüteten sie das alte Wissen und die heiligen Plätze.

Zu Samhain, dann wenn die Schleier zwischen Diesseits- und Anderswelt ganz dünn werden, erklang der Ruf der "Saalachtaler Wildfrauen" von Einst an die Frauen im Jetzt. Vertrautes Heimkommen für die Einen. Überraschtes Miteinander in Erdmutternähe für die Anderen.

Den Blick und das Lauschen dorthin richten, woher die Botschaften der Ahninnen kommen. An die Wurzeln unserer heimischen, erdverbundenen Spiritualität wieder anknüpfen. Heilungsfäden spinnen und daraus einen tragfähigen Teppich weben für unsere Frauenwege. Unsere Verbindungen hüten, das Erstarken unserer Wurzeln wieder erlebbar machen.

Sich auf Neues einlassen. Die Türe ins Reich der dunklen Göttinnen wieder öffnen. Die eigenen Ursprünge erahnen. Schwanger gehen mit all den Möglichkeiten für „Morgen“. Dem Drehen des Jahresrads begegnen. Den ewigen Wandel um die in uns ruhende Mitte mit dem Zyklus der Erde verbinden.
31. Oktober 2013: alle Fotos von Christine Schweinöster
Die Gedanken und Belastungen des Alltags lösten sich am Weg in die Frauenhöhle in Rauch auf.

Spinnerin, die immerwährend am neuen
Lebensfaden spinnt.
So ist unser Schoß nun verbunden mit dem Schoß der Erde. So ist unser Herz nun verbunden mit dem Herzen des Kosmos.
Frau Holla's Segen für die Frauen und die Frauenhöhle: "Holla-re-di-ri"
Aus dem Schloß am Perhorn kam das "Loferer Fräulein" wieder zurück in die alte Frauenkulthöhle.
Mit erdigen Tönen lauschend dorthin, wo die Kraft der Frauen wohnt.

Schwanger gehen mit den Visionen und Plänen für das neue Jahr. So wie auch Mutter Erde schon wieder schwanger ist mit den Keimen des neuen Lebens.
Frau Holle und Frau Percht, ihr göttlichen Schwestern aus uralten Zeiten: in eurem Erdenschoß ruht nun das Leben über den Winter umhüllt von zarten Klängen und geborgen in der Seelchenwiege

Mit Wind bekleidet
Feuer atmend
in der Umarmung
von Licht und Finsternis
lasse ich mich hineingebären
in den Erdenfluß

(Cambra Skadé)
Den Faden weiterreichen in Achtsamkeit, Vertrauen und Verbundenheit.

Die Verbindung zu Mutter Erde heilen und stärken.

Den Herzschlag der Erde wieder hörbar und fühlbar werden lassen.

Die Netzwerk der Frauen wieder spüren und sichtbar werden lassen.
Sie war, was ich bin
Ich werde, was sie ist
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