Ulli Lust:
"Die Frau als Mensch"
Lesung Museum der Moderne Salzburg
25. November 2025

Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich? In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuerstein schlagen oder Höhlen bemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten? Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies: Rund um die archaisch-weiblichen Figurinen entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte, von Frauen, Männern, Kindern oder auch nichtbinären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle. (Buchbeschreibung "Die Frau als Mensch" von Ulli Lust)

Eine ganz besondere Freude ist es für mich, Teilnehmerinnen meiner bisherigen Matriarchats-Lehrgänge wieder zu treffen und erleben zu dürfen, wie sie das Themengebiet, jede auf ihre ganz persönliche Art und Weise und in ihren individuellen Möglichkeiten, zu den interessierten Menschen bringen.
Magdalena Stieb vom Salzburger Literaturforum Leselampe, Tina Teufel vom Museum der Moderne Salzburg und Martina Flederer, die Vertreterin des Frauenrat Salzburg begrüßen die Besucherinnen und Besucher, um gemeinsam mit Ulli Lust durch die Ausstellung "Cascade" von Nika Neelova im Museum der Moderne am Salzburger Mönchsberg zu führen.

"Nika Neelova entfaltet in "Cascade" ein faszinierendes Spiel mit der Vorstellung von Zeit. Aus Fundstücken und Alltagsmaterialien entstehen Skulpturen und Installationen, in denen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderfließen. Die Ausstellung verbindet Neelovas Arbeiten mit kulturhistorischen Objekten, Artefakten und Werken bedeutender zeitgenössischer Künstler:innen - und eröffnet überraschende Blickwinkel", so die Beschreibung im Museums-Programm.
Rundgang mit Comic-Künstlerin Ulli Lust und Kunst- und Kulturvermittlerin Magdalena Stieb durch die Ausstellung Nika Neelova, bei dem Ulli Lust ihren Blickwinkel zu ausgewählten Werken mit den Besucherinnen und Besuchern teilt.

St. Alban im Tal - Vom zyklischen "Köpferollen" zur Sommersonnenwende
Über die landschaftsmythologische Bedeutung dieses alten Kultortes im Salzburger Oichtental und die Hintergründe der Tonkopfurnen als Votivgaben, habe ich 2025 eine "Sagenhaft"-Kolumne für das Magazin "Salzachbrücke" aus dem Hause der Salzburger Nachrichten geschrieben. Diese und alle weiteren, bisherigen Kolumnen können hier auf meiner Website unter diesem Link nachgelesen werden: "Artikel-Salzachbrücke"
Eine Urmutter von Willendorf aus den Händen von Gabi für Ulli Lust. Welch eine Ehre, somit Göttinnen-schwesterlich mit Ulli verbunden zu sein, denn auch ich bin eine glückliche Hüterin einer Willendorferin aus Gabis kreativem Erschaffen.
Mit ihrem kunstvollen Sachcomic „Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte“ erzählt Ulli Lust die Menschheits- und Kunstgeschichte neu: nicht als Heldengeschichte von Männern, sondern als gemeinsame Reise von Frauen, Männern, Kindern oder auch nichtbinären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle.
"'Die Frau als Mensch' vermittelt einen ganz neuen Blick auf unsere Vor- und Frühgeschichte. Und dieser Blick ist weiblich.“ – Nina Apin, taz
"Es ist schon längst die Zeit angebrochen, in der solche Bücher verfasst werden müssen. Der vorliegende kommentierte Comic von Ulli Lust fesselt seine Interessenten und zieht sie tief in den Bann des Soziallebens der frühen Menschen. Aktuelles Wissen aus der Archäologie, gepaart mit Ideen aus ethnologischen Beispielen, und in Reflexion mit der Gegenwart, erzeugen einen brisanten Mix zum Nachdenken über unser Verständnis vom ‚Frausein'." – Christine Neugebauer-Maresch, Institut für Urgeschichte und historische Archäologie der Universität Wien

Die Göttin hat ihren Platz auch im Gästebuch des Salzburger Literaturforums Leselampe in eindrücklicher und prachtvoller Art und Weise eingenommen. Mehr erfahren über die "Leselampe": www.leselampe-salz.at
Wenn Du nun neugierig geworden bist, von wem die schwarz-goldene Willendorferin mit Sternenmantel stammt:

Gertraud Klemm:
"Abschied vom Phallozän"
Lesung Literaturhaus Salzburg
5. Dezember 2025
Mehr von Ulli Lust hören und lesen:
Nadine hat Ulli Lust in ihrem Arbeits- und Schlafzimmer besucht, in ihrem Zuhause zwischen Zeichenbrett und Matratze.
Warum Ulli Lust genauso leben will, wie ihre Anfänge als Comicautorin waren und wie "Die Frau als Mensch" entstanden ist, erzählt die Wahl-Berlinerin mit Wiener Wurzeln in dieser Folge.
Videos von der Buchpräsentation in Salzburg folgen hier in Kürze:
Wildmohnfrau-Online-Büchertisch: Das Buch "Die Frau als Menschen: Am Anfang der Geschichte" von Ulli Lust bei mir bestellen:
Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich? In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuerstein schlagen oder Höhlen bemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten?
Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies: Rund um die archaisch-weiblichen Figurinen entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte, von Frauen, Männern, Kindern oder auch nichtbinären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle.
"Die Frau als Mensch" von Ulli Lust hat Gertraud Klemm auf dem "Literatur für den Fall"-Blog empfohlen, obwohl sie eigentlich keine Bücher empfiehlt. Warum das so ist und wieso sie für dieses Jahrhunderbuch eine Ausnahme gemacht hat, darüber erzählt Gertraud Klemm in ihrem Blog-Beitrag "Warum ich keine Bücher empfehle".








