Herta Blamauer: 
"Vergangene Wege" 

Lesung Bücherei Braunau

2. Juli 2026

Buchbeschreibung Verlag am Rande:


Eva, geboren und aufgewachsen Ende des 19. Jahrhunderts auf einem Bergbauernhof in Inneralpbach, heiratet in die Wildschönau, bringt zehn Kinder zur Welt. Sie erlebt zwei Weltkriege, verliert zwei Söhne an den 2. Weltkrieg, trägt zwei Kinder im Säuglingsalter und eine Tochter in jungen Jahren zu Grabe, wird früh zur Witwe.

Trotz dieser Schicksalsschläge verliert Eva nie ihre innige Beziehung zur Himmelmutter, ihre positive Lebenseinstellung, ihre annehmende udn liebevolle Haltung gegenüber ihre gesamten Umwelt.


Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter als Roman. Sie möchte ihr und allen Ahninnen damit Dank aussprechen.


Eingewoben wird die Sage vom Wildschönauer Drachen, aus matriarchaler Sicht neu erzählt.

Wie das neue Buch „Vergangene Wege“ von Herta Blamauer, in dem sie die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Eva erzählt und die Drachin aus der Wildschönau in Tirol mit meinem Basis-Lehrgang „Matriarchat“ verwoben sind, darüber schreibt Herta am Ende ihres Buches in ihrer Danksagung.

 

„Der Gedanke, die Lebensgeschichte meiner Großmutter aufzuschreiben, hat mich über die Jahre hinweg immer wieder beschäftigt. Im vergangenen Jahr habe ich bei Renate Fuchs-Haberl an einem „Lehrgang für moderne Matriarchatsforschung“ teilgenommen, beim ersten Seminar, während des Rituals Dank an die Erde, war diese Intention auf einmal sehr intensiv, und so entstand im Laufe dieses Jahres das vorliegende Buch. Dafür bedanke ich mich von ganzem Herzen bei der Wildmohnfrau Renate sowie den Schwestern im Geiste, die mich inspiriert und im Rahmen dieses Lehrgangs begleitet haben.“

Die Drachin trat aus der Feder und dem Munde von Herta am letzten Lehrgangswochenende in Erscheinung. Tief berührt lauschte ich der Geschichte, die Herta von der mächtigen Wildschönauer Drachenfrau erzählte.

 

Im Rahmen ihrer Lesung im Juli 2026 in Braunau aus ihrem neu erschienen Buch, gab Herta auch der Drachin den Raum, in Erscheinung zu treten. Von der überlieferten Sage über ihre Einbettung in den matriarchalen Ursprung bis zum Blick auf die heutige Zeit, flog die Drachin mit ihren mächtigen Schwingen durch die Reihen der interessiert lauschenden Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

Ein kurzes Hineinhorchen in die vergangene und heutige Welt der Drachenfrau ermöglicht mein bei Hertas Lesung in Braunau aufgenommenes Video. Die traditionelle Sage vom Wildschönauer Drachen lässt mein landschaftsmythologisches Herz frohlocken und weckt Erinnerungen an meinen Besuch bei ihr im Jahre 2018.

 

Die berührende und bewegende Lebensgeschichte von Herta Großmutter Eva als Roman mitsamt der Begegnung mit der Wildschönauer Drachin kannst du im Buch „Vergangene Wege“ nachlesen. Der Roman kann direkt bei der Autorin Herta Blamauer bestellt werden oder im regionalen Buchhandel.  


Die Sage vom Wildschönauer Drachen

 

Einst war die Wildschönau ein großer Bergsee. Darin hauste ein fürchterlicher Drache, mit Augen so groß wie Wagenräder und einem feurigen Atem. Kein lebendes Wesen war vor ihm sicher. Kühe, Schweine und Schafe wurden von ihm gerissen, und das eine oder andere unvorsichtige Kind verwand auch auf Nimmerwiedersehen.

 

Da beschlossen die Bauern, die rings um den See ihre fruchtbaren Gehöfte hatten, dem Untier den Garaus zu machen. Sie bauten eine Falle, darin die schönste Jungfrau des Tales als Köder eingesperrt wurde.

 

Das Nachts näherte sich der Drache dem Mägdelein, Feuer spie es aus seinen Nüstern, und gerade als es mit seinen krallenbewehrten Fängen nach der Jungfrau greifen wollte, schnappte die Falle zu. So gefangen gelang es den Bauern, das Untier mit Sperren und Spießen tödlich zu treffen.

 

Da bäumte es sich noch einmal auf, mit einem fürchterlichen Gebrüll, das von den Bergen ringsherum widerhallte. Im Todeskampf durchbiss der Drache den Felsen, bis er barst. Dadurch entstand eine Schneise, und das Wasser des Sees ergoss sich ins Inntal.

 

Der Drache aber verweste, und in seinem tödlichen Hauch mussten nicht nur die Bewohner des Tals ihr Leben lassen, auch die Menschen aus den Nachbartälern wurden von dem Pesthauch getroffen.

 

Einzig ein junger Bauernbursch überlebte. In seiner Einsamkeit und Verzweiflung machte er sich über die Berge auf ins Brixental, auf der Suche nach Überlebenden. Am Gatter beim Pass der Norderbergalm traf er schließlich auf eine junge Bauersfrau aus dem Nachbartal, und beide fielen sich freudestrahlend um den Hals. Bis heute wird dieses Gatter am Bergübergang Halsgatterl genannt.

 

So steht es geschrieben. So hat man es erzählt, bis in die heutige Zeit. Aber so ist es nicht wahr, und es ich höchste Zeit, dass die Geschichte richtig erzählt wird.

 

Mehr über das Volk der Drachenfrau in der Tiroler Wildschönau und wie ihr die Menschen dort bis heute in Gestalt der Margarethe huldigen, erfährst du im Buch „Vergangene Wege“.


Vielfältiges matriarchales Wissen, verbunden mit den spirituell-schamanischen Traditionen des Alpenraums, vermittle ich im Rahmen meines Basis-Lehrgangs Matriarchat und bei meinem landschaftsmythologischen Lehrgang zu den alten Kultorten entlang der Salzach.

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